Demis Volpi geht neue Wege

Zum Ende der Spielzeit endet das Engagement des derzeitigen Hauschoreografen am Stuttgarter Ballett

Kurz vor Ende seiner eigenen Zeit beim Stuttgarter Ballett sorgt Reid Anderson für eine Veränderung.

Seit 2013 ist der in Stuttgart an der John Cranko Schule ausgebildete Tänzer Demis Volpi als Hauschoreograf an der Stuttgarter Kompanie engagiert. Schon während seiner Zeit als Tänzer der Kompanie kreierte er erste Choreografien, die schon bald die Aufmerksamkeit der KritikerInnen auf sich zogen und ihm in den letzten Jahren zahlreiche Auszeichnungen u. a. den Deutschen Tanzpreis Zukunft (2014), den deutschen Theaterpreis „Der Faust“ (2015) und dieses Jahr den Prix Benois de la Danse einbrachten.

Nun muss der 31-jährige Choreograf das Stuttgarter Ballett verlassen. „Demis Volpi ist ein großartiger Theatermacher und feinfühliger Geschichtenerzähler. Hier, eher als in der Choreografie, sehe ich seine wahre Begabung“, sagt Reid Anderson und begründet seine Entscheidung demnach rein künstlerisch. Dass der für seine großen Handlungsballette wie „Krabat“, „Salome“ und jüngst „Der Tod in Venedig“ bekannte Choreograf nun als freischaffender Künstler eigene Projekte verwirklichen will, könnte ihm mit seinen bereits geknüpften Kontakten zum American Ballet Theatre, dem Königlichen Ballett in Flandern und dem Ballet de Santiago de Chile gelingen.

erstellt am 17.05.2017 von tanznetz.de Redaktion