Ein Leben für und mit dem Tanz

Christine Brunel mit 66 Jahren verstorben

Ende April ist die Choreografin, Tänzerin und Pädagogin Christine Brunel im Alter von 66 Jahren nach langer Krankheit in Essen gestorben.

Seit den 1980er Jahre hatte Christine Brunel ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Essen, wo sie mit dem von ihr gegründeten Tanztheater als erste freie Kompanie eine feste Spielstätte in der Stadt hatte. In den mehr als 50 Choreografien, die sie hinterlassen hat und in denen sie bis zuletzt selber tanzte, setzte sie auf die kleine Form: Soli, Duette bis hin zu Quintetten machen den Großteil ihrer Arbeiten aus. Die Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern anderer Sparten führte dazu, dass ihre Arbeiten stärker auf die Einbeziehung des Raumes und die Auflösung der klassischen Bühnensituation setzten. Innerlichkeit, Konzentration, Klarheit und Reduktion auf das Wesentliche sind charakteristisch für ihre Körpersprache.

Gemeinsam mit ihren Tänzerinnen und Tänzern widmete Christine Brunel sich außerdem der Tanzvermittlung, arbeitete mit Essener Schulen, führte in die Welt des Tanzes ein und gestaltete choreografische Arbeit für Kinder- und Jugendliche.

Neben ihrer choreografischen Arbeit war ihr auch die pädagogische Tätigkeit sehr wichtig. Über die Jahre entwickelte sie eine eigene Technik, basierend auf den Grundlagen des zeitgenössischen Tanzes und der Improvisation, geprägt durch hohe Konzentration, Präzision, intensive Körperwahrnehmung und den klaren Umgang mit Zeit und Raum.

Hier geht es zum Blog von Günter Pick zum Tod von Christine Brunel.

erstellt am 08.05.2017 von tanznetz.de Redaktion