Visionär

Ismael Ivo wird neuer künstlerischer Leiter des Balé da Cidade de São Paulo

Ismael Ivo, der 1984 mit Karl Regensburger das Wiener ImPulsTanz Festival gründete und bis heute dessen künstlerischer Berater ist, tritt dieser Tage seine neue Funktion an. Er folgt damit auf Iracity Cardoso, die das Ensemble 2013 übernommen hatte.

Ismael Ivo wurde zum neuen künstlerischen Leiter des renommierten Balé da Cidade de São Paulo ernannt. Das teilte São Paulos Kulturstadtrat André Sturm im Rahmen einer Pressekonferenz mit. Ismael Ivo, der 1984 gemeinsam mit Karl Regensburger das ImPulsTanz Festival gründete und bis heute dessen künstlerischer Berater ist, tritt noch dieser Tage seine neue Funktion an. Er folgt damit auf Iracity Cardoso, die das Ensemble 2013 übernommen hatte und bis Ende 2016 leitete.

Für Ismael Ivo, selbst erfolgreicher Tänzer und Choreograf, zudem von 2005 bis 2012 Leiter der Sparte Tanz der Biennale di Venezia, hat es höchste Priorität, die Compagnie für innovative künstlerische Sprachen und Techniken sowie für neues choreografisches Material zu öffnen. Darüber hinaus ist es seine Vision, gemeinsam mit den Tänzer_innen und impulsgebenden Projekten verstärkt in die städtische Peripherie und in den öffentlichen Raum São Paulos aufzubrechen.

1968 gegründet, gilt das Balé da Cidade von São Paulo als eine der bedeutendsten und hochkarätigsten Tanzcompagnien Südamerikas und zeichnet sich durch seine technische und interpretatorische Vielfalt aus. Mit Iracity Cardoso an der Spitze gastierte die 34-köpfige Gruppe regelmäßig in Europa, so etwa am Hessischen Staatstheater Wiesbaden oder beim Tanzsommer Innsbruck. Ismael Ivo kündigte an, seine ausgezeichneten Netzwerke nutzen zu wollen, um die Compagnie vermehrt auf die großen internationalen Bühnen zu führen.

Beheimatet ist das Balé da Cidade in São Paulos berühmten Theatro Municipal. Dort genießt das zu Beginn noch mit der Interpretation von Klassikern befasste städtische Ballett als unabhängige Gruppe innerhalb der Stadttheater-Strukturen einen außergewöhnlichen Status. Diese Freiheit prägte die künstlerische Entwicklung der Compagnie und hatte zur Folge, dass unterschiedliche Stilrichtungen in das Repertoire einfließen konnten – vom Neoklassischen bis hin zum Tanztheater. Die Arbeit, die sich auf diese Art und Weise entwickelt hat, trifft auf regen Widerhall bei Publikum und Kritik und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

erstellt am 18.01.2017 von Pressetext