Ausgezeichnet

Tanzwissenschaftspreis 2016 an Kölner Wissenschaftlerinnen verliehen

Nur alle fünf Jahre wird der mit insgesamt 30.000 € dotierte Tanzwissenschaftspreis NRW vergeben. Am 21. Oktober wurden Prof. Dr. Constanze Schellow und Dr. des. Katarina Kleinschmidt damit ausgezeichnet.

Nur alle fünf Jahre wird der mit insgesamt 30.000 € dotierte Tanzwissenschaftspreis NRW vergeben. Der vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tanzarchiv Köln in der Trägerschaft der SK Stiftung Kultur und der Stadt Köln vergebene Preis ist die einzige Auszeichnung, die bundesweit für die Tanzwissenschaft vergeben wird. Am 21. Oktober wurden die beiden Kölner Tanzwissenschaftlerinnen Prof. Dr. Constanze Schellow und Dr. des. Katarina Kleinschmidt im Rahmen einer Feierstunde im Kölner MediaPark mit dem Tanzwissenschaftspreis 2016 ausgezeichnet.

Constanze Schellow studierte an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und lehrte auch dort. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit sogenannten „Diskurs-Choreographien“, die sich mit speziellen Terminologien innerhalb der Disziplin ‚Tanzwissenschaft’ auseinandersetzen. Jurymitglied Prof. Dr. Yvonne Hardt in ihrer Laudatio: „Ihr gelingt es ..., einen spannenden Abriss über die meisten Publikationen der Tanzwissenschaft zum zeitgenössischen Tanz sowie der in der Tanzwissenschaft zitierten Referenzen zu leisten. So eine historiographische Übersichtsarbeit war dringend notwendig für das Fach."

Katarina Kleinschmidt – ebenfalls Absolventin der Hochschule für Musik und Tanz in Köln – schrieb über choreographische Forschung und das Proben im zeitgenössischen Tanz. Laudator Dr. Franz Anton Cramer von der Universität Salzburg wandte sich direkt an die Ausgezeichnete: „Ihr Projekt ist ein theoretisches Vorhaben im besten, gleichsam vornehmsten Wortsinne: Erscheinungen ergründen; mit etwas Neuem konfrontiert, durch gründliche Beobachtung ein besseres Verständnis der Sache erlangen. Nichts anderes ist wissenschaftshistorisch die Tätigkeit der Theorie.“

Der Jury gehörten neben Prof. Dr. Hardt und Dr. Cramer auch an Prof. Dr. Claudia Jeschke (Universität Salzburg), Prof. Dr. Patrick Primavesi (Universität Leipzig), Prof. Dr. Katja Schneider (Ludwig-Maximilian-Universität München) und Dr. Henner Drewes (Folkwang Universität Essen) an.

Zusätzlich wurde von der Hochschule für Musik und Tanz in Köln ein Forschungsstipendium für das Forschungskolleg Tanzwissenschaft vergeben. Es geht an die Französin Laure Guilbert, Paris/Berlin.

Weitere Redner des Abends waren Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin der Stadt Köln, Madeline Ritter, Vorsitzende des Beirats des Deutschen Tanzarchivs Köln, und der Leitende Ministerialrat Thorsten Menne, Leiter der Gruppe Regionale Forschungspolitik, Medizin und Gesundheit, Kulturwissenschaften, FH-Forschung im Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Der Tanzwissenschaftspreis NRW wurde 2001 in Erinnerung an den Pädagogen, Publizisten und Begründer des Deutschen Tanzarchivs Köln, Kurt Peters, ins Leben gerufen.

erstellt am 25.10.2016 von Pressetext